Wulffsches Netz
Das winkeltreue stereografische Netz mit Groß- und Kleinkreisen im gewählten Intervall zum Eintragen von Orientierungen.
Das winkeltreue stereografische Netz mit Groß- und Kleinkreisen im gewählten Intervall zum Eintragen von Orientierungen.
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Ein Wulffsches Netz ist die stereografische Projektion einer Kugel auf eine Ebene, deren wesentliche Eigenschaft die Winkeltreue ist. Zwei Richtungen mit einem Winkelabstand von 30° auf der Kugel weisen auch auf dem Netz gemessen überall exakt 30° Abstand auf.
Genau das ist gefragt, wenn es um den Winkel zwischen zwei Ebenen geht – die typische Fragestellung der Kristallographie. Für Häufigkeitsanalysen von Orientierungen eignet es sich hingegen nicht, da die winkeltreue Projektion Flächen verzerrt; dafür nutzt man stattdessen ein flächentreues Schmidtsches Netz.
Eine Ebene wird als Großkreis dargestellt, an dem sie die Kugel schneidet, oder als einzelner Pol; Messungen erfolgen durch Drehen einer transparenten Auflage um den Mittelpunkt.
Jedes Blatt hier ist kostenlos, anpassbar und druckt im exakten Maßstab.
Ein Wulffsches Netz ist winkeltreu: Es erhält Winkel exakt und dient der Winkelmessung zwischen Orientierungen. Ein Schmidtsches Netz ist flächentreu: Es erhält Dichteverhältnisse und wird für statistische Auswertungen vieler Messdaten verwendet.
2° für präzise Messungen, 10° für Lehre und schnelle Skizzen. Die dickeren 10°-Hauptlinien bleiben bei allen drei Optionen hervorgehoben, damit das Netz stets übersichtlich bleibt.
Drucken Sie das Netz aus, fixieren Sie ein Blatt Transparentpapier mit einer Nadel im Zentrum und drehen Sie das Papier über dem Netz, um Messpunkte auf die gewünschten Großkreise auszurichten.